Anti-Diät-Tag

    Am 6. Mai findet seit 1992 jährlich der internationale Anti-Diät-Tag, engl. No Diet Day (INDD), statt, um ein Zeichen gegen das Dürre-Ideal der heutigen Zeit zu setzen.

    Geschichte

    Erstmals wurde der Anti-Diät-Tag 1992 ins Leben gerufen. 1995 wurde er auf den 6. Mai verlegt – der Geburtstag der britischen Buchautorin und Feministin Mary Evans Young, die die Anti-Diät-Initiative mit dem Wunsch, Körpervielfalt und Wohlbefinden in den Mittelpunkt zu stellen, ins Leben rief.1

    Mary Evans Young, selbst von Anorexie betroffen, gründete 1992 die Anti-Diät-Kampagne "Diet Breakers", mit der sie sich medial für die Akzeptanz des eigenen Körpers einsetzte – unabhängig vom Gewicht.2

    Mit dem Anti-Diät-Tag werden folgende Ziele verfolgt:3

    • die natürlichen Unterschiede von Menschen in Gewicht und Größe zu würdigen
    • Schönheitsideale kritisch zu hinterfragen
    • Aktionen gegen Diskriminierung von Fettsüchtigen und Übergewichtigen zu setzen
    • über gesundheitliche Folgen von Diäten aufzuklären
    • auf den Zusammenhang zwischen Diäten und Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen
    • den Opfern der Adipositaschirurgie zu gedenken (chirurgische Maßnahmen zur Bekämpfung des krankhaften Übergewichts)

    Der ästhetische Leistungsdruck betrifft nicht nur Frauen, sondern auch immer mehr junge Männer suchen Hilfe in Form von Beratungsgesprächen. In Österreich waren 2018 geschätzte 200.000 Personen von einer Essstörung betroffen.4 Genaue Daten zur Anzahl an Betroffenen liegen nicht vor. Verschiedene Stellen gaben jedoch bekannt, dass ein deutlicher Anstieg an Hilfesuchenden zu verzeichnen ist (Stand: 2024).6

    Brauchtum

    Passend zum Anti-Diät-Tag posten Frauen täglich unter dem Hashtag #bodypositivity Bilder von sich, um daran zu erinnern, dass Schönheit genauso vielfältig ist wie Menschen selbst.5

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Gegen den Schönheitswahn (nachrichten.at)
    2. Zu viele Kalorien? Egal! (wienerzeitung.at)
    3. Internationaler Anti-Diät-Tag (de.wikipedia.org)
    4. Warum Diäten noch immer nicht glücklich machen (derstandard.at)
    5. Anti-Diät-Tag: Deswegen feiern ihn Menschen weltweit (oe3.orf.at)
    6. Essstörungen: Mehr und immer jüngere Mädchen sind betroffen (derstandard.at)