Weltyogatag

    Der Weltyogatag, auch Internationaler Tag des Yoga (engl. International Day of Yoga, IDY) genannt, wird seit einer Initiative 2015 jährlich am 21. Juni begangen.

    Der Tag der Sonnenwende wurde nicht durch Zufall gewählt, denn es ist der längste Tag auf der Nordhalbkugel und hat in vielen Teilen der Welt eine besondere Bedeutung. Ziel ist es, dass die gesundheitlichen Vorteile des Praktizierens von Yoga in der breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.

    Geschichte

    Die Entstehung des Weltyogatages geht auf die Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 11. Dezember 2014 auf Anregung der indischen Regierung von Premierminister Narendra Modi zurück. In der Resolution wurde u. a. die Erkenntnis festgehalten, dass Yoga ein ganzheitlicher Ansatz für Wohlbefinden und Gesundheit ist. Aus diesem Grund wurde der 21. Juni zum internationalen Tag des Yoga erklärt. Initiiert wurde die Resolution von der indischen Regierung und wird aktuell bereits von 193 Mitgliedsstaaten unterstützt.

    2015 fand am 21. April im Europäischen Parlament eine Auftaktveranstaltung statt und stand somit erstmals auf der Tagesordnung in Brüssel. 1 In Vorträgen wurden die Vorzüge von Yoga erklärt und ihr Nutzen für Menschen mit Depressionen.

    Viele Celebritys praktizieren Yoga schon seit vielen Jahren und zeigen sich auf Instagram gerne in Yoga-Posen, die Asanas heißen.2

    Brauchtum

    Wenig überraschend: Der Weltyogatag wird weltweilt von Millionen Yogis mit Yoga gefeiert. Zahlreiche Veranstaltungen finden dazu auch in Österreich statt, wie etwa Yoga am Mozartplatz in Salzburg3 , im Wiener Stadtpark4 oder Yoga im Prater.5

    Fernab der konventionellen Richtungen entstanden in den letzten Jahren immer wieder neue skurrile Trends: Neben Fahrrad-, Nackt-, Bier-, Hunde- und Ziegen-Yoga gibt es mittlerweile viele kreative Optionen, um den Yoga-Tag abseits der Matte zu begehen.6

    Skurrile Yoga-Trends

    Neben den etablierten Formen zeichnete sich 2017 mit Goat-Yoga ein eher unkonventioneller Trend ab. Importiert aus den USA praktizieren inzwischen auch hierzulande begeisterte Yogis ihre Übungen in pelziger Begleitung.7 Im ersten Moment könnte man es für einen Scherz halten, auf Twitter findet man unter dem Hashtag #goatyoga allerdings jede Menge Beweisfotos und aktuelle Tweets zum Ziegen-Hype. Wer stattdessen aber die komplette Goat-Experience erleben und live dabei sein möchte, der findet z. B. auf ziegen.yoga eine Liste mit aktuellen Terminen in Österreich.

    Auch die Biertrinker kamen 2017 nicht zu kurz: Mit dem neuen Trend aus Berlin sind einem nahezu keine örtlichen Grenzen mehr gesetzt. Ob in der Bar nebenan oder auf dem Dorffest: Beim "Bier-Yoga" schlägt man quasi zwei Fliegen mit einer "Flasche". Diese eher ungewöhnliche Kombination entdeckte eine Berliner Yoga-Lehrerin beim Burning Man Festival und integrierte fortan die Bierflasche als zentrales Element in ihre Übungen, aber auch für den entspannten Schluck danach. Das begeisterte und fand kurz darauf bereits Nachahmer über die Landesgrenzen hinaus, sogar bis nach Thailand und Australien.8

    Doch damit noch nicht genug: Wie wäre es mit Wut-Yoga, Heavy Metal-Yoga, Kiffer-Yoga oder Harry Potter Yoga?9

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Sri Sri Ravi Shankar begeistert das Europäische Parlament mit Yoga (artofliving.org)
    2. Weltyogatag: Der Yo-Yo-Effekt (profil.at)
    3. Weltyogatag am Mozartplatz (meinbezirk.at)
    4. Internationaler Yoga-Tag 2017: Gratis-Yoga-Event im Wiener Stadtpark (vienna.at)
    5. Yoga für Groß & Klein im Wiener Prater (vienna.at)
    6. Yoga mit Bier, auf dem Wasser oder dem Rad: Es muss nicht immer auf der Matte sein (huffingtonpost.de)
    7. Goat Yoga: Die Ziegen sind los (kurier.at)
    8. Yoga + Bier = Bieryoga (derstandard.at)
    9. Was Ziegen mit Yoga am Laufen haben (stylebook.de)