Welt-Pinguin-Tag

    Sie sind tolle Schwimmer, watscheln lustig und rutschen schon mal auf ihren Bäuchen: Die Pinguine. Am 25. April findet seit 2008 jedes Jahr der Welt-Pinguin-Tag statt und soll darauf hinweisen, dass diese flugunfähigen Seevögel trotz ihrer medialen Präsenz und Darstellung als niedliche Meeresbewohner vom Aussterben bedroht sind.

    Geschichte

    Der Welt-Pinguin-Tag (engl. World Penguin Day) steht ganz im Zeichen dieser beliebten Meeresbewohner. Aber nicht nur im April gibt es einen Ehrentag für die Pinguine, sondern auch am 20. Jänner: Den "Penguin Awareness Day", der in den USA den Ehrentag der Pinguine bezeichnet. Der Welt-Pinguin-Tag ist genau genommen ein trauriger Tag: Er soll daran erinnern, dass es den Vögeln nicht gut geht und sie vom Aussterben bedroht sind. Viele Arten sind seit Jahren gefährdet.

    Dass dieser Aktionstag genau am 25. April gefeiert wird, hängt nicht etwa mit dem letzten Penguin-Update von Google zusammen, sondern mit der jährlichen Wanderung der Pinguine in den Norden, die um den 25. April beginnt. Forscher auf der amerikanischen McMurdo-Station haben herausgefunden, dass die Kaiserpinguine in der Antarktis nach vielen Monaten auf See immer am 25. April zuverlässig zu ihren Brutplätzen im Norden zurückkehren. Glaubte man anfangs, dass es sich dabei um einen Zufall handelt, erkannten die Forscher schnell, dass dies dem Wanderungsmuster der Pinguine entspricht. So wurde der 25. April nicht nur für die Forschungsstation zum Feiertag, sondern auch zum Gedenktag der Pinguine.1

    Pinguine sind laut Biologen flugunfähige Seevögel, die in der südlichen Hemisphäre unter teilweise extremsten Bedingungen leben – immerhin halten sie Temperaturen bis zu minus 70 Grad aus und können im "ewigen Eis" leben. Pinguine sind Gewohnheitstiere – das wissen wahrscheinlich die wenigsten und genau das macht ihnen das Leben gerade schwer. Durch die Veränderungen des Klimawandels ist es den Pinguinen nicht immer möglich, dieselbe Route zu ihren Brutplätzen zurückzulegen, sondern sie müssen andere Wege finden. Pinguinen fällt es aber schwer, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

    Im Laufe der Evolution entwickelten sich ihre Flügel zu Flossen und so wurden sie zu schnellen Schwimmern, die jedoch nicht fliegen können. Es gibt 18 Arten in sechs verschiedenen Gattungen: Die größte Gattung ist der Kaiserpinguin mit einer Größe von 1,20 Meter und einem Gewicht von bis zu 40 Kilogramm. Der Zwergpinguin hingegen ist die kleinste Art mit gerade mal 30 Zentimeter und 1,5 Kilogramm. BirdLife berichtet, dass zehn der 18 Arten vom Aussterben bedroht sind.2

    Nicht nur, dass die Arten aussterben, wird ihr Überleben auch durch das Verschwinden ihres Lebensraumes bedroht. Der Klimawandel, der Nahrungsmangel und die Überfischung machen den Pinguinen zu schaffen.3

    Brauchtum

    Am 25. April haben Interessierte die Chance, sich über Pinguine zu informieren. Zoos bieten Führungen an, es können Fütterungen beobachtet werden und auch Tierschutzorganisationen informieren mit Broschüren und Kampagnen über die Bedrohung dieser Tierart.

    Aktuelles

    Zum 25. April 2017 verkündete der Tierpark Auckland in Australien, dass die beiden Pinguin-Weibchen Thelma und Louise gemeinsam ein Küken ausbrüteten und seitdem liebevoll großziehen. Als homosexuelles Paar lebten die beiden schon zuvor mehrere Jahre glücklich.4

    Weiterführende Links

    Lernmaterialien zu Pinguinen (tibs.at)

    Quellen

    1. Die acht lustigsten Pinguin-Szenen (wn.de)
    2. Inmitten von Pinguinen (wienerzeitung.at)
    3. Mensch und Erderwärmung bedrohen Pinguine (animalfair.at)
    4. Neuseeland: Lesbisches Pinguin-Paar zieht gemeinsam Küken auf (derstandard.at)