Weltfriedenstag

    Der Weltfriedenstag, auch Antikriegstag, findet seit 1981 weltweit jedes Jahr am 21. September statt.

    Der Weltfriedenstag hat drei verschiedene Termine:

    • In Deutschland wird der Weltfriedenstag seit 1966 am 1. September gefeiert
    • Seit 1968 wird der Antikriegstag in der katholischen Kirche am 1. Jänner begangen
    • Der Internationale Tag des Friedens der UNO (engl . UNO International Day of Peace) wird weltweit seit 1981 am 21. September gefeiert

    Geschichte

    Die Wurzeln des Weltfriedenstages reichen bis 1845 zurück: In Großbritannien setzen sich kirchliche Kreise für einen Friedenstag ein. In den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts gelang es schließlich, den letzten Sonntag vor Weihnachten zum Friedenssonntag zu ernennen. Die katholische Kirche begeht den Weltfriedenstag seit 1968 am 1. Januar, dem Hochfest der Gottesmutter.

    Als sich Papst Paul VI. nach seinem Besuch der Vereinten Nationen New York am 1965 nach den weltweiten Spannungen mit einer Friedensbotschaft an alle Regierenden der Welt wandte, entstand dieser Gedenktag. Daraufhin wurde auch das Fest der Gottesmutter Maria vom 11. Oktober auf den 1. Jänner verlegt.1

    Der 21. September steht seit 1982 bzw. 2002 im Zeichen des Friedens, denn die UN-Generalversammlung erklärte dieses Datum 1981 zum Weltfriedenstag bzw. Internationalen Tag des Friedens. Dass der 21. September als Datum gewählt wurde, ist nicht zufällig: Traditionell starten die Jahresversammlungen der UN-Generalversammlung immer am dritten Dienstag im September. 1981 fiel dieser auf den 21. September. Die damalige Vollversammlung verkündete, dass fortan der dritte Dienstag im September als Weltfriedenstag gefeiert werden soll mit dem Ziel, die Friedensidee zwischen Nationen und Völkern zu stärken.

    Der offizielle Akt erfolgte am 30. November 1981 durch die UN-Resolution 36/37 2, in der zusätzlich die Gewaltlosigkeit und der Waffenstillstand an diesem Tag betont werden.
    Erst am 7. September 2001 wurde aus dem flexiblen Datum ein fixes. Grund dafür war eine Initiative des britischen Regisseurs Jeremy Gilley, dessen Ziel es war, den 21. September als fixes Datum für den Weltfriedenstag zu etablieren. Zusätzlich forderte er: weltweiter Waffenstillstand am Weltfriedenstag. Der Antrag wurde von der UN-Vollversammlung mit der Resolution 55/282 3 verabschiedet.

    2017 steht der Weltfriedenstag am 21. September unter dem Motto "Gemeinsam für Frieden: Respekt, Sicherheit und Würde für alle".4 Menschen rund um die Erde sollen die Möglichkeit bekommen, ihr Mitgefühl gegenüber Menschen auf der Flucht zu zeigen.

    Brauchtum

    Traditionell wird dazu die Weltfriedensbotschaft des Papstes veröffentlicht, die ein konkretes Thema, das jährlich wechselt, thematisiert und aufarbeitet.5 2018 zum Thema "Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden".6 2019lauter das Motto "Gute Politik steht im Dienst des Friedens".

    Am und rund um den 21. September finden weltweit Workshops und Aktionen zum Thema "Frieden" statt.7

    Aktuelles

    Das Museum Joanneum bietet anlässlich des Weltfriedenstages 2018 ein umfangreiches Programm für Groß und Klein.8

    2017 wird der Weltfriedenstag im Schlosspark Hellbrunn in Salzburg gefeiert9, im Universalmuseum Joanneum finden Workshops zum Thema "Was ist Frieden" statt10 und ein Projekt der Vienna Business School wird vorgestellt11.

    Weiterführende Links

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Geschichte des Weltfriedenstages in der katholischen Kirche (w2.vatican.va)
    2. UN-Resolution 36/37 (un.org)
    3. Resolution 55/282 (un.org)
    4. Together - GEMEINSAM – Respekt, Sicherheit und Würde für alle (wien.gv.at)
    5. Weltfriedensbotschaft des Papstes (katholisch.at)
    6. Weltfriedensbotschaft 2018 (w2.vatican.va)
    7. Vatikan gibt Motto des Weltfriedenstages 2019 bekannt (kathpress.at)
    8. Weltfriedenstag 2018 im Museum Joanneum (museum-joanneum.at)
    9. Weltfriedenstag 2017 im Schlosspark Hellbrunn (friedensbuero.at)
    10. Universalmuseum Joanneum (museum-joanneum.at)
    11. Projekt der Vienna Business School (hamerlingplatz.vbs.ac.at)