Amnesty International Day

    Der 28. Mai ist der Amnesty International Day und soll an die Gründung der weltweiten Organisation erinnern, aber auch darauf aufmerksam machen, dass die Menschenrechte in vielen Ländern nicht beachtet werden.

    Geschichte

    Der Juli 1961 ist der Gründungsmonat von Amnesty International – einer weltweiten Non-Profit-Organisation, die sich für Menschenrechte einsetzt.

    Peter Benenson, ein englischer Rechtsanwalt, kam die Idee zur Gründung einer Organisation für Menschenrechte, nachdem er immer wieder von Folterungen und Unterdrückung in Zusammenhang mit Religion oder politischen Meinungen in Zeitungen las.
    Ein damals aktuelles Beispiel ereignete sich in Portugal: Zwei Studenten stoßen in einem Café auf ihre Freiheit an und zwurden zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Peter Benenson war empört.

    Er veröffentlichte am 28. Mai 1961 einen Artikel in der britischen Zeitung The Observer unter dem Titel „The Forgotten Prisoners“, stellte dort seine Idee einer unparteiischen internationalen Hilfsorganisation vor und rief die Aktion „Appeal for Amnesty, 1961“ ins Leben.1 Etwa 30 ausländische Zeitungen folgten seiner Aufruf und so verbreitete sich die Message weltweit. Diese gilt als der Beginn von Amnesty International. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Peter Benenson auch Eric Baker und Seán MacBride, der von 1961 bis 1974 der Präsident der Organisation war.2

    Grundlage der Arbeit ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

    Die Ziele von Amnesty International stehen unter dem Motto "Gerechtigkeit globalisieren!" und können auf 7 Punkte zusammengefasst werden:3

    1. Aufbau von gegenseitigem Respekt und Kampf gegen Diskriminierung
    2. Forderung nach Gerechtigkeit
    3. Sicherstellung der körperlichen und geistigen Unversehrtheit aller Menschen
    4. Schutz der Menschenrechte in bewaffneten Konflikten
    5. Schutz der Rechte von Flüchtlingen, Asylsuchenden, Binnenflüchtlingen und Migranten
    6. Schutz der Rechte von Frauen und Mädchen
    7. Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte

    Während zu Beginn der Arbeit politische Gefangene und den Einsatz gegen Folter den Schwerpunkt bildeten, setzt sich Amnesty International heute auch für soziale Themen wie das Recht auf Arbeit und Bildung ein, aber auch die elektronische Überwachung ist ein neuer Bereich.1

    1977 wird Amnesty International mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Leitspruch „Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als sich über die Dunkelheit zu beklagen“ ist bis heute gleich.

    Brauchtum

    Die beste Möglichkeit den Amnesty International Day zu feiern besteht darin, seine Freunde und Familie für die Kämpfe und Unterdrückung in der Welt zu sensibilisieren. Hinschauen statt wegschauen.

    Es finden um dem 28. Mai und auch über das ganze Jahr verteilt Benefizkonzerte und Spendenaktionen statt, die die Organisation bei ihrer Arbeit unterstützen.2

    Aktuelles

    2018 war die Menschenrechtssituation in Österreich turbulent: Meinungs- und Pressefreiheit über Jugendliche, Neuregelung der Mindestsicherung und die Verarmung vieler Menschen.4

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Geschichte Amnesty International (wdr.de)
    2. Amnesty International Day (daysoftheyear.com)
    3. Ziele von Amnesty International (books.google.at)
    4. Menschenrechte in Österreich 2018 (amnesty.at)