Weltflüchtlingstag

    2001 wurde der Weltflüchtlingstag, engl. World Refugee Day, von der UNESCO eingeführt und findet seitdem jährlich am 20. Juni statt mit dem Ziel, auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen aufmerksam zu machen und an ihren Mut und ihre Beharrlichkeit zu erinnern.

    Geschichte

    Schon 1914 gab es den Welttag des Migranten und Flüchtlings als kirchlichen Gedenktag am 19. Jänner, dessen Einführung auf Papst Benedikt XV. zurückgeht. Bereits 2001 feierte nicht nur die Kirche einen Aktionstag in Gedenken an die Flüchtlinge, sondern auch viele einzelne Länder begingen nationale Flüchtlingstage. Am 4. Dezember 2000 erklärte die UN-Generalversammlung zum bevorstehenden 50. Jahrestag der Gründung der UNHCR den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag. Schon zuvor war der 20. Juni in vielen afrikanischen Ländern der Afrika-Flüchtlingstag.1

    Brauchtum

    Jedes Jahr veröffentlicht die UNHCR zum Weltflüchtlingstag einen Jahresbericht, der nicht nur aufzeigt, wie viele Menschen auf der Flucht sind, sondern auch, wie sich die Zahl der Flüchtlinge jährlich entwickelt. Nach Angaben der Vereinten Nationen befinden sich derzeit mehr als 68 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.

    2016 startete die UNHCR mit einer Kampagne, die Einblick in das Leben von Flüchtlingen gewähren soll. Interviews und Bilderstrecken dienen zur Veranschaulichung.1

    Brauchtum sind auch päpstliche Grußbotschaften zum Welttag des Migranten und Flüchtlings von Papst Johannes Paul II. (1978-2005)2, Papst Benedikt XVI. (2005-2012)3 und Papst Franziskus (2013-2018).4

    Aktuelles

    Mit der Petition #WithRefugees, die am 19. September von dem UN-Weltgipfel an die UN-Zentrale übergeben wurde, kann jeder ein Zeichen für Flüchtlinge und deren Schutz setzen.5

    2018 fand unter dem Motto "Menschenleben schützen! Für eine menschliche Asylpolitik" eine Demonstration gegen die schwarz-blaue Abschiebe- und Asylpolitik am 20. Juni am Hauptbahnhof in Wien statt. Als Symbol des Schutzes sollte jeder Teilnehmer einen Regenschirm mitbringen.6 Das Kanzlerfest wurde von einer Gegendemo mit rund 2.000 Teilnehmern begleitet.7

    2016 fand im Rahmen der Initiative "WELCOMEoida" zum Weltflüchtlingstag eine Premiere statt: Statt Mandataren saßen im Sitzungssaal des Gemeinderates bzw. Landrates im Wiener Rathaus Flüchtlinge und ergriffen das Wort.8 Auch ein interaktiver, mehrsprachiger Stadtplan für Geflüchtete wurde realisiert.9

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Geschichte zum Weltflüchtlingstag (unhcr.org)
    2. Grußbotschaften Papst Johannes Paul II (w2.vatican.va)
    3. Grußbotschaften Papst Benedikt XVI (w2.vatican.va)
    4. Grußbotschaften Papst Franziskus (w2.vatican.va)
    5. Petition #With Refugees (unhcr.org)
    6. Menschenleben schützen! Demo gegen die schwarz-blaue Abschiebepolitik! (menschliche-asylpolitik.at)
    7. Am Weltflüchtlingstag - Kanzlerfest von Gegendemo begleitet (kleinezeitung.at)
    8. Flüchtlinge zu Gast im Rathaus (wienerzeitung.at)
    9. Welcome Oida - Interaktiver mehrsprachiger Stadtplan für Flüchtlinge (thegap.at)