Tag der Pressefreiheit

    Der Internationale Tag der Pressefreiheit findet seit 1994 jährlich am 3. Mai statt und soll auf die Bedeutung freier Berichterstattung aufmerksam machen.

    Geschichte

    Pressefreiheit ist ein Menschenrecht.1 Seit 1994 wird der Internationale Tag der Pressefreiheit, engl. World Press Freedom Day, am 3. Mai weltweit gefeiert. Ins Leben gerufen wurde er auf die Initiative der UNESCO, die in ihrer Verfassung die Förderung der Presse- und Meinungsfreiheit als ein zentrales Leitziel formulierte.2 Die UN-Generalversammlung am 20. Dezember 1993 erklärte den 3. Mai zum Welttag der Pressefreiheit.3
    Das Datum geht auf die Deklaration von Windhoek am 3. Mai 1991 zurück, die auf einem UNESCO-Seminar zur Förderung der unabhängigen und pluralistischen Presse verabschiedet wurde, um darauf hinzuweisen, dass freie und unabhängige Medien ein wichtiges Merkmal einer demokratischen Gesellschaft sind.
    Ziele sind eine unabhängige Berichterstattung und das Aufzeigen von Missständen.4

    Brauchtum

    In Gedenken an den am 17. Dezember 1986 ermordeten Journalisten Guillermo Cano Isaza wird seit 1997 der UNSECO/Guillermo Cano World Press Freedom Prize verliehen und soll Personen bzw. Organisationen und Institutionen ehren, die sich in besonderer Weise für die Pressefreiheit eingesetzt haben. Dotiert ist der Preis mit 25.000 US-Dollar.5

    Preisträger (Auszug):

    • 2010: Mónica González Mujica, Chile
    • 2011: Ahmad Zeidabadi, Iran
    • 2012: Eynulla Fatullayev, Aserbaidschan
    • 2013: Reeyot Alemu, Äthiopien
    • 2014: Ahmet Şık, Türkei
    • 2015: Mazen Darwish, Syrien
    • 2016: Xədicə İsmayılova, Aserbaidschan
    • 2017: Dawit Isaak, Schweden
    • 2018: Mahmud Abu Zeid, Ägypten
    • 2019: Wa Lone und Kyaw Soe Oo, Myanmar

    Seit 2002 wird jährlich die Rangliste der Pressefreiheit (engl. Press Freedom Index) erstellt, welche durch 87 Fragen die Situation von JournalistInnen in 180 Ländern misst.6

    Aktuelles

    2019 verliert Österreich in der Rangliste der Pressefreiheit seine weiße Weste. Von Platz 11 rutscht es auf Platz 16 ab.6

    Nicht nur die Situation in der Türkei ist im Kontext der Pressefreiheit besorgniserregend im Jahr 2018, sondern auch in Österreich nehmen die Angriffe auf die Pressefreiheit zu. Seit Monaten stehen der öffentlich-rechtliche Rundfunk ORF und die Mitarbeiter im Fokus.7 Auch "Reporter ohne Grenzen"8 bestätigen die Verschlechterung der Pressefreiheit in Europa.9

    Quellen

    1. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (un.org)
    2. World Press Freedom Day (unesco.org)
    3. Resolution (unric.org)
    4. Internationaler Tag der Pressefreiheit (flutlicht.biz)
    5. World Press Freedom Prize (en.unesco.org)
    6. Press Freedom Index (rog.at)
    7. Besorgniserregende Entwicklung (sn.at)
    8. Rangliste der Pressefreiheit (reporter-ohne-grenzen.de)
    9. 317 Journalisten in Haft (kleinezeitung.at)