Tag des Waldes

    Wald ist Lebensraum, Energiespender und Wirtschaftsfaktor. Und er muss geschützt werden.1 Der gesundheitliche Nutzen des Waldes und der Natur wurde bereits in vielen Büchern und Studien niedergeschrieben. Der Wald ist ein Teil unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft, Umwelt und Kultur. Er schafft Arbeitsplätze, schützt vor Naturkatastrophen, bietet Erholung und trägt zum Klimaschutz bei.2 Um den Wald zu erhalten, muss sorgfältig mit ihm umgegangen werden und die Bewirtschaftung dem Klimawandel und der damit einhergehenden Temperaturerhöhung angepasst werden.3

    Auf diese Herausforderung und Bedeutung des Waldes wird am Internationalen Tag des Waldes jährlich am 21. März aufmerksam gemacht.

    Geschichte

    Ende der 1970er Jahre wurde der Tag des Waldes durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (engl. "Food and Agriculture Organization of the United Nations", FAO) als Reaktion auf die weltweite Waldvernichtung ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich am 21. März gefeiert.4

    Fast die Hälfte Österreichs besteht aus Wald, wobei rund 80 % der Flächen in Privatbesitz liegen. Etwa 3,5 Milliarden Bäume gibt es in den heimischen Wäldern – das sind ca. 400 Bäume pro Einwohner*in (Stand: 2026).9

    Brauchtum

    Viele Organisationen richten am Internationalen Tag des Waldes ihren Blick auf die Wälder. Während es global um die illegale Abholzung der südamerikanischen Urwälder geht, liegt der Schwerpunkt in Europa auf dem nachhaltig bewirtschafteten Wald und den Folgen des Klimawandels, die sich auch auf die Waldbewirtschaftung auswirken.5

    In Österreich wird seit 1994 am 21. März jedes Jahr der Baum des Jahres vorgestellt. Der Baum wird durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie das Kuratorium Wald ausgewählt. Gekürt werden dabei Baumarten, die für die Ökologie und Ökonomie wichtig, aber stark gefährdet sind. 2021 wurde etwa die Sommer- sowie Winterlinde zum Baum des Jahres gewählt, 2022 war es die Rotföhre, 2024 die Stieleiche und Traubeneiche und 2026 die Europäische Lärche.6

    Studien haben gezeigt, dass der Aufenthalt im Wald – wie etwa durch einen Waldspaziergang – nicht nur Entspannung für die Psyche bringt, sondern sich auch positiv auf Herz und Immunsystem auswirkt.7 Es reichen bereits fünf Minuten, um Kraft und Energie im Wald zu tanken. Forscher*innen haben herausgefunden, dass beim Waldspaziergang der Blutdruck sinkt, das Herz ruhiger schlägt und sich die Muskeln entspannen.8

    Weiterführende Infos

    • Die FHP (Forst Holz Papier) ist eine österreichische Kooperation mit dem Ziel einer möglichst hohen Wertschöpfung von Holz in allen Branchen.
    • Das PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification / Programm zur Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen) ist die größte Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung. In Österreich sind über 70 % der Waldfläche durch PEFC zertifiziert.
    • Die Website proholz.at publiziert laufend aktuelle Beiträge zu Holz als Baustoff, Klimaschutz, Holzbauten usw.

    Ähnliche Feiertage

    Quellen

    1. Vor lauter Bäumen den Wald sehen (kurier.at)
    2. Tag des Waldes: Eigentümer stellen Leistungen des Waldes sicher (waldverband.at)
    3. 21. März: Internationaler Tag des Waldes (bgld.lko.at)
    4. Internationaler Tag des Waldes (bmlfuw.gv.at)
    5. Tag des Waldes – Wertschöpfungseffekte von Forst & Holz (proholz-salzburg.at)
    6. Baum des Jahres (de.wikipedia.org)
    7. Waldbaden: So wirkt es auf die Gesundheit (netdoktor.at)
    8. Nur fünf Minuten im Wald stärken Ihr Selbstbewusstsein (welt.de)
    9. 8 Fakten zum Wald in Österreich (wwf.at)