Valentinstag

    Geschichte

    Zur Geschichte des Valentinstag, der jedes Jahr am 14. Februar gefeiert wird, liegen mehrere Theorien vor: Moderne Menschen sind der Meinung, dass der Valentinstag auf das Hollywood-Idol Rodolfo Valentino zurückgeht, der am 14. Februar von seinen Fans mit Blumengrüßen verehrt wurde. Zwar wird in den USA der Valentinstag groß zelebriert, doch es gibt noch weitere Hinweise, die eher auf den Ursprung des Valentinstages referieren. Am Fest des römischen Gottes der Hirten und der Fruchtbarkeit (Lupercus) wurden jungen Menschen durch eine Liebeslotterie einander zugeteilt. In Zusammenhang mit diesem Fest taucht auch der Bischof von Terni, der Heilige Valentin, erstmals auf, denn die Liebenden wollten ihre Partner selbst wählen und ließen sich von Bischof Valentin trauen. Kaiser Claudius missfielen diese Zeremonien, denn er brauchte für seine Armee junge Soldaten und keine treuen Ehemänner. Am 14. Februar 269 wurde Bischof Valentin nach einem längeren Gefängnisaufenthalt enthauptet, doch zuvor schrieb er der Tochter seines Gefängniswärters noch einen Liebesbrief. Auf dieser Überlieferung basierend wird der 14. Februar als Tag der Liebenden gefeiert. 469 wurde der Valentinstag als Gedenktag von Papst Gelasius I. für die ganze Kirche eingeführt, jedoch 1969 wieder aus dem römischen Generalkalender gestrichen.1

    Brauchtum

    Im deutschen Sprachraum wurde der Valentinstag vor allem durch den Blumenhandel und der Süßwarenindustrie bekannt, die diesen Tag intensiv bewerben.

    Seit dem 15. Jahrhundert schenken sich Liebespaare in England Blumen oder Süßigkeiten, wobei die Paare teilweise durch Lose einander zugeordnet wurden. Diese Tradition beruht auf dem Gedicht von Geoffrey Chaucer „Parlament der Vögel“, in dem sich Vögel zu diesem Feiertag zu Paaren zusammenfinden. Auswanderer nahmen den Brauch mit und erstmals wurde 1950 in Nürnberg der erste Valentinsball gefeiert.

    Neben dem Muttertag gehört der Valentinstag in Österreich zu den umsatzstärksten Tagen des Blumenhandels. Dabei kann das Tagesgeschäft bis zu zehn Mal höher ausfallen als sonst. Neben Rosen erfreuen sich aber auch farbenfrohe Topfpflanzen immer größerer Beliebtheit, z. B. Hyazinthen, Primeln, Narzissen oder Azaleen. Einer Studie von MAKAM Research2 zufolge verschenken 78 % der Niederösterreicher zum Valentinstag Blumen, 25 % bevorzugen Süßigkeiten (Jänner 2014, beauftragt von der Wirtschaftskammer NÖ).3

    Die beliebtesten Geschenke zum Valentinstag sind neben Blumen und Süßigkeiten auch Schmuck und Karten. Durch intensive Bewerbung erleben diese Branchen einen großen Aufschwung, doch der Trend des Valentinstags wird ausgeweitet und immer wieder in neuen Werbemodellen (wie z. B. dem "Valentierstag"4) aufgegriffen und dazu aufgerufen, nicht nur seinen menschlichen Zeitgenossen etwas Nettes zu schenken, sondern auch seinen treuen Vierbeinern mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

    Dass das Motiv des Schenkens manchmal auch fehlinterpretiert werden kann, zeigt eine Studie des Humaninstituts Vienna, im Rahmen derer 800 Österreicher zur Bedeutung des Valentinstags befragt wurden. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass ihnen beim Schenken schon mal eine falsche Absicht unterstellt worden sei (an vorderster Stelle rangiert das schlechtes Gewissen). Dass eine Unterstellung wie diese nicht von ungefähr kommt, bestätigen in etwa 59 % der Probanden, denen zufolge Gewissensbisse beim Schenken durchaus ein Motiv sein können.5

    Quellen

    1. Woher kommt der Valentinstag? – Ursprung und Geschichte (mytoday.at)
    2. MAKAM Research (makam.at)
    3. Valentinstag bleibt ein „Fest der Blumen“ (wirtschaftsbund.at)
    4. Valentierstag (valentierstag.at)
    5. Valentinstag: Welches Motiv steckt hinter Präsent? (krone.at)