Tag des Murmeltiers
Der 2. Februar ist der "Tag des Murmeltiers", auch "Groundhog Day" oder "Murmeltiertag" genannt. Gefeiert wird der Tag des Murmeltiers vorwiegend in den USA, wo er zu den beliebtesten Jahrestagen zählt. In den Medien wird weltweit über die Wettervorhersage von "Phil" berichtet.
Geschichte
Internationale Bekanntschaft erlangte der Tag des Murmeltiers durch den 1993 erschienenen Kinofilm „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray und Andie MacDowell. An diesem Festtag werden Murmeltiere für die Wettervorhersage eingesetzt. Dafür werden sie aus ihrem Bau gelockt – obwohl sie eigentlich noch mitten im Winterschlafen sind. Wenn beim Herauskriechen des Murmeltiers aus seinem Erdloch ein Schatten fällt (weil die Sonne scheint), soll der Winter noch 6 weitere Wochen dauern.1,2
Schon lange vor dem Erscheinen des Films „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bestand zwischen dem 2. Februar und der Wettervorhersage ein Zusammenhang. In der christlichen Kirche wird am 2. Februar nämlich Mariä Lichtmess gefeiert. Viele Bauernregeln beziehen sich an diesem Tag auf das zu erwartende Wetter, wie z. B. „Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht auf vier Wochen er wieder zu Loche“. Deutsche USA-Einwanderer brachten Mariä Lichtness – und damit die alten Bauernregeln – nach Pennsylvania und sorgten dort für Verbreitung des Brauchtums. Aus dem Ganzen entwickelte sich schließlich der Murmeltiertag.1
Brauchtum
Zentrum des Brauchs ist ein kleiner Ort in den USA: Punxsutawney, Pennsylvania. Dort wird das Murmeltier namens Phil "befragt", ob es denn seinen Schatten gesehen hätte, während Zuseher*innen vor Ort gespannt auf seine Antwort warten. Dabei geht es wohl mehr um die Erfahrung an sich, denn die Treffsicherheit der Murmeltiervorhersage liegt im Schnitt deutlich unter 50 %.3
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Quellen
- 1x jährlich grüßt das Murmeltier (biorama.eu)
- Phils Wettervorhersage: Sechs weitere Wochen Winter (kleinezeitung.at)
- Punxsutawney Phil Sees His Shadown on Groundhog Day, Predicting Longer Winter for U.S. (nytimes.com)