Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
Der 12. Mai ist der Internationale Tag des Chronischen Erschöpfungssyndroms, auch internationaler ME/CFS-Tag genannt und wird seit 1995 jährlich begangen.
Geschichte
Seit 1995 wird der Internationale Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms, engl. "International CFS/CFIDS/ME Awareness Day" begangen.1 Das Datum geht auf den Geburtstag der englischen Krankenschwester Florence Nightingale zurück, die durch die Krankheit über 50 Jahre ihres Lebens ans Bett gefesselt war. Ziel des Aktionstages ist es, für Betroffene, Angehörige und die Forschung mehr Anerkennung und Unterstützung für ME/CFS zu schaffen.
Brauchtum
Weltweit finden seit 2016 Demonstrationen unter dem Motto #MillionsMissing statt. 2018 beteiligen sich bereits mehr als 100 Städte an der Aktion von #MEAction.2 Als Symbol für den schlechten Gesundheitszustand wurden Schuhe der Erkrankten aufgestellt, um zu zeigen, dass sie nicht mehr selbst demonstrieren können.3
ME/CFS
Es handelt sich bei ME/CFS um eine neuroimmunologische Erkrankung – die Myalgische Enzephalomyelitis (ME) –, die bereits seit 1969 von der WHO klassifiziert wird. In der medialen Berichterstattung wird diese ernste Erkrankung häufig unter dem Begriff „chronisches Erschöpfungssyndrom“ verharmlost. Tatsächlich ist ME/CFS jedoch durch ein schweres Krankheitsgefühl sowie ausgeprägte körperliche Schwäche gekennzeichnet, sodass viele Betroffene auf Unterstützung oder Pflege angewiesen sind. Die Erkrankung ist klar vom Fatigue-Syndrom, Burn-Out sowie anderen Erschöpfungszuständen abzugrenzen.4
Seit Beginn der COVID-Pandemie ist ME/CFS stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, da die Erkankung auch als Folge einer COVID-19-Infektion auftreten kann. In Österreich sind mindestens 74.000 Menschen (Stand: 2025) an ME/CFS erkrankt.6
Die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS informiert Betroffene, Angehörige sowie Ärzt*innen und setzt sich für eine Verbesserung der Situation von ME/CFS-Erkrankten in Österreich ein.
Betroffene und Verbündete klagen darüber, dass Anlaufstellen für Erkrankte fehlen, es keine adäquate Versorgung gibt und die Forschung zu langsam voran geht. Die österreichische WE&ME Stiftung setzt sich dafür ein, das zu ändern. Durch sie fließt regelmäßig Geld in die Forschung. Zusätzlich macht sie sich für Aufklärung rund um die Erkrankung stark.
Ähnliche Feiertage
Quellen
- 30 Millionen betroffen: 12. Mai ist Internationaler Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms
- A global campaign for ME health equality (millionsmissing.meaction.net)
- Aktion zum Internationalen Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms (mecfs.de)
- Chronisches Erschöpfungssyndrom (CES) (netdoktor.at)
- Goldenes Dachl wird am 12. Mai blau beleuchtet (ibkinfo.at)
- ME/CFS: Leben im Schatten (orf.at)